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Literatur | Abstract

Blome, Kerstin : Paradigmenwechsel im Völkerrecht? Herausforderungen bei der Etablierung eines Weltinnenrechts im Politikfeld Menschenrechte, INEF-Report 75 . Duisburg: Institut für Entwicklung und Frieden(INEF), 2004. – 56 S.

In den letzten Jahrzehnten hat das internationale System einen grundlegenden Strukturwandel erfahren. Der traditionelle Hauptakteur der internationalen Bühne, der souveräne National-staat, ist immer weniger in der Lage, die aktuellen Herauforderungen, z. B. globale Umwelt-probleme oder den transnationalen Terrorismus, allein zu bewältigen. Nichtregierungsorgani-sationen und transnationale Konzerne sind zu wichtigen Akteuren im internationalen System geworden. Angesichts der Veränderungen stellt sich die Frage, inwieweit das Völkerrecht bislang darauf reagiert hat, bzw. welche Reformen erforderlich sind, damit es auch weiterhin den rechtlichen Rahmen zur Regulierung der inter- und transnationalen Beziehungen bereit-stellen kann. Der vorliegende INEF-Report untersucht exemplarisch für das Politikfeld Men-schenrechte grundlegende Modifikationen, die auf einen Paradigmenwechsel im internationa-len Recht hindeuten könnten: die Einbindung nichtstaatlicher Akteure in die internationale Rechtsordnung, Konstitutionalisierungstendenzen und eine gemeinschaftliche Rechtsdurch-setzung im Politikfeld Menschenrechte. Sind sie bereits so weit fortgeschritten, dass von ei-nem Weltinnenrecht gesprochen werden kann? Da das Konzept eines Weltinnenrechts kei-neswegs unumstritten ist, werden darüber hinaus zentrale Argumente der Debatte nachge-zeichnet sowie Probleme und Hindernisse bei der Umsetzung offengelegt.

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